Homepage für meine Schlagzeugschüler

Übungstipps, Unterrichtsablauf, Musikstücke
 

 

Tägliches Üben


Im Allgemeinen ist es besser, jeden Tag eine kurze Zeit konzentriert zu üben, als einmal in der Woche zu lange ans Instrument zu sitzen.  Ich schlage auch immer wieder mal allen Schülern vor, dass sie die Übungszeit von 30 Minuten in zwei Anläufen absolvieren können, z.B. 10-15 Minuten nach der Schule über die Mittagszeit (wenn erlaubt) und 10-15 Minuten nach oder vor den Hausaufgaben oder soger als kurze Abwechslung zwischen den Hausaufgaben. So verarbeitet sich das Üben bis zum zweiten Üben. Natürlich soll man auch die Geduld aufbringen lernen, dass man am Stück 30 Minuten lang am Instrument sitzen und locker üben wie spielen kann.

5 Tage in der Woche 20 Minuten voll konzentriert zu üben bezeichne ich als gut, jeden Tag 30 Minuten belohne ich mit einem sehr gut.  Ich möchte hiermit den Schülern die Aufgabe geben, dass sie sich doch den Eintrag "Musik üben" in das Hausaufgabenbüchlein schreiben sollen, damit sie jeden Tag eher daran erinnert werden, dass sie das Instrument genau so üben sollen, wie die Hausaufgaben zu machen. Oder ich mache mit den Schülern ihre Übungszeiten ab und nimm die Wochentage und Zeiten aufs Blatt. Für alle Betroffenen ist es wichtig, dass jeder Schüler/jede Schülerin selbstständig und freiwillig die musikalischen Hausaufgaben macht.

Mein Tipp, damit man gut vorbereitet in den Unterricht kommt, ist möglichst jeden Tag nur eine oder zwei von den aufgetragenen Aufgaben gut vorzubereiten, damit sie am nächsten Tag zum Repetieren geeignet sind und möglichst doch immer alle Aufgaben zu probieren. Auch selber einen Rhythmus zu kreieren oder frei zu improvisieren, bringt Spass und Abwechslung ins Spiel. Die Übung mehrmals ohne Fehler durchzuspielen, ist das gewünschte Ziel, das wir erreichen wollen, wie auch Solos ab Noten oder Stil-Rhythmen in verschiedenen Tempos vorzuspielen.

 

Dafür werde ich möglichst in jeder Stunde die Liste mit den eingetragenen Übungszeiten kontrollieren.

Gerne kommen folgende Motivationsstörungen vor und darum mir bitte früh melden, wenn
-der Schüler laut Liste gut geübt hat, aber dazu immer wieder aufgefordert werden muss.
-nach einer gewissen Zeit eine Übungsflaute einsetzt.
-der Schüler (fast) gar nicht mehr übt.

Ich möchte aber auch an die Mitarbeit der Eltern appelieren, das tägliche Üben im Auge zu behalten.
 


Unterrichtsablauf am Schlagzeug


Aufbauprogramm
  5 Minuten: Einspielen mit 1er- und 2er-Wirbel, Paradiddle -> Haltungskontrolle und Anwendungen
10 Minuten: Übungen aus dem Buch -> neues Üben und mehr verstehen und spielen können
5 Minuten: Gruppenstücke, Ausbauprogramm, Noten lesen, Solos - miteinander Musik machen - Improviasation -
 10 Minuten: Lieder ab CD/Ipod usw. -> Hilfsmittel zum Musik machen

 

Man soll sich das Üben nach obenstehenden Gebieten und eigenen Kreationen frei nach zeitlicher Wahl einrichten lernen.
 

Programm für fortgeschrittene Schlagzeuger
-Improvisation, Solos, Orchesterwerke (Klassik), Standards (Jazz), Projekt-Band-Ensemble-Jungmusik-Stücke
-Song Abläufe verinnerlichen-Noten spielen, auswendig-rational
-Systeme-2 Ebenen-Spiel (Hände,Füsse), 4-gliedriges Spiel - Unabhängigkeit,Improvisation
-Stilkunde und Rhythmen, Rudiments und Höchsttempos
-Spieltechniken (Rebound-Technik, Moller-Technik, musikalisches Spielen-sich in die Formation-Sound einpassen, Metronom, ...)

Zur Verinnerlichung und es beim Musik machen locker spielbar zu machen.

Es könnte sich auch bei ein paar Schüler die Frage stellen, was sie mit der Musik erreichen wollen. Da leite ich sie gerne an die Talentschule, an die Militärmusik oder schon an Hochschulen weiter.

 

Übersicht Themengebiete Schlagzeugunterricht - Übungsziel-Motivationen
Einspielen, Rudiments, Tom Spiel-Bewegungsabläufe auswendig viel repetieren und geniessen lernen, Notenlesen, Sticking=Schlagabfolgen, notierte Solos, Ostinatos, Technik, Beats=Groove=Schlagzeugrhythmen -> Musik machen und mit Toms ausfüllen lernen, Computermusik/Metronom, Gruppenmusizieren in Ensembles/Jungmusikvereinen (Dirigentenarbeit -> schauen und hören)/ Bands (Der Schlagzeuger ist der Takthalter und -geber-> Puls fühlen -> Einsätze/Absätze auswendig oder vom Leader/ab Blatt annehmen) Freude an der Musik -> sicher mit Musikern spielen!

 

Bitte melden, wenn ein Schüler zu wenig übt und das dann zu einem Unterrichtsabbruch kommen könnte. Ich möchte solche Angelegenheiten so frühzeitig wie möglich im Vorfeld lösen, bevor es dann zur Schulleitung gehen muss. Das wäre dann der letzte Schritt vor einem nötigen Lehrerwechsel oder dem Aufhören.

 

 

Glossar für Schlagzeugbucheinträge - Hausaufgabenstellung


Ich mache um die zu übendenen Aufgaben Kreise und streiche die dann durch, wenn ich den Übungseffekt gesehen habe.
Vielfach schreibe ich auch Buchstaben in die Kreise, die den Übungsschwerpunkt festlegen:
-A bedeutet Ausdauer (so lange wie möglich den geschriebenen Rhythmus/Schlagzeugpattern spielen können ohne zu unterbrechen)
-T heisst Tempo ("mit auf Tempo" üben meine ich die Übung schneller spielen als letzte Woche, das Ziel ist für alle Übungen, sie so locker und schnell wie möglich spielen zu können)
-G sprich Genauigkeit: Keine Noten auslassen oder hinzufügen -> Zählen!, mit Beinen und Armen gut zusammenspielen
-S wie Sicherheit: kommt am seltensten vor und folgt aus den den oben drei genannten Zielen, wenn es mir also auch schon sicherer vorgekommen ist, es schlicht am Üben, an der Konzentration oder der Einstellung gelegen ist.

R = Rechte Hand/Rechter Fuss - L = Linke Hand/Linker Fuss
L bei Schlagzeugbeats das Hihat mit linker Hand spielen

Haken und S3, fast schon so [S3, bedeutet diese Übung mit Song 3 von Anfang bis Ende hören und spielen

 


Haltung
Betrachtet so oft wie möglich eure Stockhaltung und schaut für die ersten paar Jahre, dass ihr die Handgelenke zur Schlagausführung benutzt (wie auf den Beinen oder auf einem Tisch das Handgelenk über die Handballen rollen, aber die Arme nicht mitbewegen also auf den Gegenstand gelegt lassen) und die Ausgangsposition nur etwa ein Zentimeter über dem Trommelrand angesetzt habt. Es werden eigentlich nur Akzente oder Instrumentenwechsel (Tom-Tom Fill-In) mit dem Arm ausgeführt wie auch durch Schwung der Arme schneller gespielt. Der Stock wird eigentlich nur mit dem Daumen (mit beiden Fingern zwischen dem ersten und dritten Fingerglied) und dem Zeigefinger gehalten.
Spannt die Muskeln fürs Spielen nicht zu stark an (mit genügend Spannung in den Muskeln für ein unermüdliches Spielen sorgen) und lässt eure Arme bildlich "in den Schultern hängen".
Die Beine müssen rechtwinklig oder offener zu den Pedalen angesetzt und die Hände dürfen beim Spielen nicht auf den Oberschenkeln abgestützt werden. Im Allgemeinen sollen alle Schläge nicht krampfhaft sondern so locker wie möglich ausgeführt werden.

Die Sitzhaltung soll aufrecht und das Becken wie der Körper etwas nach vorne gekippt sein, dass man die persönlich beste Spielposition einnehmen kann und der Kopf normal auf dem Hals gerade bleibt.


Stockhaltung

Stockhaltung "Matched Grip"

Stockführung "Matched Grip"

Beide Hände halten die Stöcke auf die gleiche Weise: Daumen und Zeigefinger halten ihn fest und können so den Stock führen.

Stockhaltung "Traditional Grip"

Der Stock wird von der linken Hand in den Gabelungen zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten und auf die Mitte des Ringfingers gelegt.

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Schlagarten

Der Sidestick

Der Stick wird genau so gehalten wie beim "Matched Grip". Das Handgelenk stellt man eben auf das Trommelfell eben ab. Ein passender Klang zur Musik kann man mit der Dicke des Stocks einstellen.

Der Rimshot

Beim Rimshot werden gleichzeitig der Spannreifen der Trommel und das Schlagfell angeschlagen. Die Grundhaltung bei jeder Tommel setzt man immer nur ein bisschen über dem Rand und Fell fest.

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Fusstechnik


Heel Down Technik


Heel Up Technik

Heel Down Technik: Ausholstellung zum Anschlag bei aufgelegter Ferse
Die Ferse liegt während des Spiels ständig auf dem Bassdrum-Pedal auf, der Anschlag erfolgt aus dem Fussgelenk durch eine Abwärtsbewegung der Fussspitzen (Fussballen beim Zehen).

Heel Up Technik: Ausholstellung zum Anschlag bei angehobener Ferse
In einer fliessenden Kippbewegung werden zuerst die Ferse und anschliessend die Fussspitze angehoben, der Anschlag erfolgt durch die nachfolgend umgekehrte Abwärtsbewegung über die Fussspitze durch eine Bewegung der Ferse nach unten mit dem Gewicht des Beines.

kombinierte Technik
Ich nenne sie vielfach "Spitzfuss-Technik", weil zuerst die Spitze und dann der ganze Fuss mit dem Gewicht des Beines zwei schnelle Pedalstösse ausführen kann. Eine Vorübung kann man mit dem Fuss stehend schon machen, indem man die Fussspitze zum ganzen Fuss auf den Boden abrollt.

Play-Along, Spielen mit Musik, Langzeitsziele

 Die Modern Drumming CD habe ich im Unterricht immer dabei!

Ihr dürft eure Lieblingsmusik zum Schlagzeugspielen in den Unterricht mitnehmen. Ich schreibe sie dann heraus und nehme sie dann in den Unterricht mit. -> REPERTOIRE

Untenstehendes möchte ich auch als Lehrerziel verfolgen, obwohl die Programmzeitdauer vom Üben abhängt, dass man z.B. jede Woche 3 Übungen in einer Woche gut vorspielen kann und weiter kommt. -> ÜBEN

Create your own grooves!-Mach deine eigenen Schlagzeugbeats!
And write it down!-Und schreib sie auf! -> NOTENKENNTISSE

Schon ab dem 1. Jahr Schlagzeugunterricht möglich: Eigene Songwünsche auf CD/Ipod usw., Noten von Schule/Musikvereinen/Ensembles/Band usw. in den Unterricht mitnehmen. -> REPERTOIRE

So nimmt man am ehesten für den Lebensgebrauch der Musik etwas in die Band oder Vereine mit. -> LEBENSERFAHRUNGEN

 


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